WAS FÜHRTE 2020 ZU MEINEM BURNOUT
- marinakabus

- 19. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 20. Jan.

Arbeitsumfeld – chronische Arbeitsüberforderung und toxische Arbeitsbedingungen
Eine dauerhaft viel zu hohe Arbeitslast durch zahlreiche parallele Projekte mit unrealistischen Deadlines
Eine tiefgreifende Unternehmenstransformation ohne ausreichende Begleitung
Outsourcing-Prozesse ins Ausland bei gleichzeitig fehlender Stabilität im Tagesgeschäft
Fehlende klare Instruktionen, Prozesse, Absprachen, Rollen und Richtlinien
Zusätzliche Großprojekte „on top“, u. a.
Schulung neuer Kolleg:innen im Ausland
Implementierung und Wartung von SAP Ariba, einem Tool, das Prozesse eher verlangsamte als erleichterte
Widersprüchliche Managementaussagen und ambivalente Entscheidungen
Ein Führungsstil, einen Führungsstil, den ich subjektiv als wenig empathisch, inkonsistent und stark machtorientiert erlebt habe
HR-Strukturen, die Management schützten, jedoch kaum Unterstützung für Mitarbeitende boten
Politische Spielchen, Intransparenz und fehlende Offenheit
Ausnutzen von Loyalität und Leistungsbereitschaft
Kein Vertrauen in die Führungsebene
Schlechte Unternehmensergebnisse, die zusätzlichen Druck erzeugten
Uneindeutige Spielregeln und fehlende Orientierung
Ein Klima von „Jeder gegen jeden“, Rechthaberei und Schuldzuweisungen
Chaotische Unternehmensstrukturen ohne klare Verantwortlichkeiten oder Jobbeschreibungen
Entscheidungen wurden vermieden, stattdessen gab es viel Gerede hinter dem Rücken
Ein Grundgefühl von Misstrauen und permanenter Unsicherheit
Angst vor Jobverlust, Abmahnungen oder rechtlichen Konsequenzen
Eine Führungskraft, die Erwartungen nicht aussprach, sondern implizit voraussetzte
Ein unsicherer Vorgesetzter, der Kritik abwertend äußerte, von oben herab agierte und wenig Wertschätzung zeigte
Häufig widersprüchliche Anweisungen
Erlebte Falschheit, narzisstische Verhaltensweisen und fehlende Selbstreflexion im Umfeld
Spürbare Spannungen und Machtkämpfe zwischen Geschlechtern
Meine eigenen inneren „Antreiber“ und Stressverstärker
Tiefe negative Glaubenssätze wie: «Ich bin nicht gut genug.»
Starke Ängste vor Versagen, Fehlern, Jobverlust, Kritik und öffentlicher Bloßstellung
Das Gefühl, dass jedes Wort gegen mich verwendet werden konnte
Grenzbereiche zu Mobbing
Chronische Selbstzweifel, diffuse Befürchtungen und Minderwertigkeitsgefühle
Das Gefühl, mit Problemen allein zu sein – ohne echte Unterstützung
Zunehmende körperliche Symptome:
Magen-Darm-Probleme, Reizdarm, Unverträglichkeiten
Chronische Müdigkeit, Erschöpfung und Energielosigkeit
Kopf-, Rücken, Nackenschmerzen
Gefühle von Überforderung, Ausweglosigkeit und Ausgeliefertsein
Angst vor einem Neuanfang bei gleichzeitig fehlender Kraft für Bewerbungen
Angst vor dem Arbeitsalltag, vor E-Mails, Meetings und Konflikten
Das Gefühl, den Anforderungen niemals gerecht werden zu können
Kein Ausgleich mehr: kein Sport, kein Yoga, keine bewussten Pausen
Nicht mehr abschalten zu können – mental permanent „on“
Flache Atmung, permanenter Stress-, Survival Mode
Ständiges inneres Antreiben: schneller denken, schneller handeln, noch mehr leisten
Sehr hohe eigene Erwartungen und Perfektionismus
Teilweise ungesunde Ernährung und emotionales Essenverhalten
Pessimismus, Hoffnungslosigkeit und das Gefühl, keine Lösung und keine Hilfe mehr zu sehen
Rückzug aus sozialen Kontakten, kaum Freundschaften oder Austausch
Keine Hobbys, keine Freude – nur noch Erschöpfung
Selbst in Erholungsmomenten gedanklich permanent bei der Arbeit
Massive Schlafstörungen: Einschlafprobleme, nächtliches Grübeln, angstvolles Aufwachen
Ein dauerhafter innerer Alarmzustand („Überlebensmodus“)
Hochsensibilität, Scanner-Persönlichkeit, ADS als zusätzliche Stressverstärker
Das Gefühl, nicht gehört zu werden – egal, wie sehr man sich bemühte
Kämpfen gegen Windmühlen
Überanalysieren und alles persönlich nehmen
Der innere Anspruch, für alles eine Lösung finden zu müssen
Hohe Verantwortungsbereitschaft, Pflichtbewusstsein, People-Pleasing
Unsicherheit, fehlendes Einstehen für eigene Werte und Bedürfnisse
Anpassung statt Abgrenzung – mit emotionalen Überreaktionen als Folge
Chaos im Kopf und in den Gefühlen
Der Verlust des Kontakts zu mir selbst
Eigene Bedürfnisse nicht mehr spüren zu können
Das Gefühl, selbst nicht mehr zu existieren – nur noch zu funktionieren
Permanente Angst vor der Bewertung durch andere
Sich ständig vergleichen und als „nicht gut genug“ abschneiden
Innere Selbstabwertung und harsche Selbstkritik
Keine Grenzen setzen, kein Nein sagen können
Immer die „Extrameile“ gehen, um gesehen zu werden
Ein tiefes Bedürfnis nach Anerkennung, Respekt und Zugehörigkeit
Der Wunsch, wachsen zu dürfen und mit eigenen Ideen wirksam zu sein
Ein überlastetes vegetatives Nervensystem
Ständige Wachsamkeit, Schreckhaftigkeit
Alte, unverarbeitete Kindheits-Verletzungen, die im Stress reaktiviert wurden
Viele emotionale Missverständnisse im Team bei gleichzeitigem Zeitmangel für Klärung
Dieser Beitrag beschreibt meine persönliche Erfahrung und subjektive Wahrnehmung. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Allgemeingültigkeit, sondern soll Orientierung, Verständnis und Ermutigung bieten.
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